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RAAK, RAK, Kay und die Frage, wem die Sender in Georgien gehören
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Wem die beiden großen privaten Fernsehsender Rustawi 2 und Imedi gehören, die zusammen mit dem staatlichen Fernsehsender unter Kontrolle der Regierung Saakaschwili stehen, ist seit Monaten Antrieb für Spekulation in Georgien. Rustawi 2 ist auf eine Briefkastenfirma auf den Virgin Islands registriert, über die es keine Informationen gibt. Diese Woche nun ranken sich neue Spekulationen um die Eigentümerschaft von Imedi.
Der Sender gehörte früher dem georgischen Oligarchen Badri Patarkazischwili, der vor rund 2 Jahren nach einer Kampagne der Regierung Saakaschwili gegen ihn in der Nähe von London starb. Seitdem tobt der Rechtsstreit um das Erbe von Patarkazischwili. Der Sender Imedi, der kurze Zeit Rupert Murdoch gehörte, wechselte an einen Verwandten von Patarkazischwili, dessen Name in den letzten Monaten meist mit Joseph Kay angegeben wurde. Vor Gericht außerhalb Georgien wurde festgestellt, dass Kay mit Hilfe gefälschter Dokumente in den Besitz großer Teile des Eigentums der Erben von Patarkazischwili gelangt war.
Kay sagte nun in der vergangenen Woche, er habe 90% seiner Anteile an Imedi an das Unternehmen „Rakeen Georgia“, und insbesondere an die Sparte RAK Georgia Holding, verkauft. Wie der georgische Nachrichtendienst Civil Georgia nun auflistete, sei Rakeen Georgia eine Tochter von Ras Al Khaimah Investment Authority’s (RAKIA). Dieses Unternehmen betreibt die Projektentwicklung von Bauprojekten der Regierung Saakaschwili in Georgien.
Der Geschäftsführer der Investmentabteilung von RAKIA, Dr Khater Massaad, bestritt nach Angaben von Civil Georgia nun, dass sein Unternehmen den Sender gekauft habe. In einem Interview mit der der Zeitung „The National“, die in Abu Dhabi erscheint, stellte er die Frage, warum sein Unternehmen einen Fernsehsender in so einem kleinen Land wie Georgien kaufen solle. Sein Unternehmen habe nichts damit zu tun.
Unklarheit herrscht allerdings darüber, welches Unternehmen dann hinter der Eigentümerschaft von Imedi steckt. Civil Georgia meldete dazu, dass es wegen der Ähnlichkeit des Namens Unklarheiten gegeben habe.
Massaad sagte dazu, dass es sich bei dem Unternehmen „RAK“ in Georgien um eine Marke handle, die bewusst von jemandem gewählt worden sei. Civil Georgia merkte dazu an, dass der Name „RAK“ in Georgien ein Synonym für Korruption geworden sei. Der Geschäftsführer sagte gegenüber „The National“ dazu, jemand in Georgien habe eine Firma mit dem Namen RAK Georgia Holding gegründet. Das Problem sei, dass man sich den Namen „RAK“ nicht als Marke habe schützen lassen.
Die Niederlassung Georgien von Transparency International hatte im November 2009 über die dubiose Struktur der Eigentümer von Imedi berichtet und den Mangel an Transparenz darüber beklagt, wem der Sender gehöre. Wie Civil Georgia darstellte, gehöre nach Angaben der Nationalen Kommission für Kommunikation in Georgien Imedi zu 100% dem Unternehmen Georgian Media Production Group LLC. Nach Angaben der Anwälte von Imedi gehören 90% der Anteile dem Unternehmen RAAK Georgia Holding S.A., wobei Civil Georgia ausdrücklich darauf hinweist, dass es „RAAK“ und nicht „RAK“ heißt. 10% der Anteile sollten Kay gehören. Civil Georgia, 05.02.2010
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